Geboren am 20.10.1960 in Krefeld am schönen Niederrhein.

Als zweites von insgesamt drei Kindern, hatte ich eine einfache aber recht unbeschwerte Kindheit. In dem kleinen Vorort von Krefeld, wo ich aufwuchs, gab es viel zu entdecken und Langeweile war ein Fremdwort.

Nach Abschluss meiner schulischen Laufbahn begann ich mit 14 Jahren meine Berufsausbildung zum Kfz-Mechaniker. Zu meiner Jugendzeit war es so, da begann die Lehre eben in dem Alterszeitraum von 14 - 15 Jahren. Es sei denn man machte sein Abitur.

Das hatte aber auch den Vorteil dass ich mit 17 bereits meinen Gesellenbrief in den Händen hielt. In dem Alter, in dem Heutzutage in der Regel erst eine Ausbildung anfängt.

Als ich 16 war, starb meine Mutter. Dass für mich die Welt zusammenbrach, muss ich wohl nicht extra erwähnen.

Meine ältere Schwester war volljährig und sowiso auf eigenen Beinen und meine jüngere Schwester musste in eine Pflegefamilie. Ich blieb bei meinem Vater zu Hause und war mehr oder weniger auf mich selbst gestellt. Natürlich hat sich das ganze auf mein weiteres Leben immer wieder in irgendeiner Form ausgewirkt. Zum Teil im Positiven, zum Teil aber auch im Negativen. Der nächste Tiefschlag war als mein eigener zweitgeborener Sohn im Alter von einem halben Jahr starb.

 

 

Das ist schon so viele Jahre her, aber die Eindrücke und Bilder und auch die Empfindungen von damals vergehen wohl nie. Aber man lernt im Laufe der Zeit damit zu leben und versucht Hauptsächlich die schönen Momente in den Vordergrund zu rücken.

Insgesamt habe ich es dann auf 5 Kinder und 3 Ehen gebracht.

Aber ich will nicht soweit vorpreschen, denn da war ja noch ein bißchen was dazwischen. Zum Beispiel dass ich als Zeitsoldat 8 Jahre bei der Bundeswehr in Niedersachsen , im schönen Oldenburger Land war. Für mich persönlich war es schon eine wertvolle Zeit.

 

(Das auf der Fahrerseite bin Ich) 

Die persönlichen Erfahrungen die man dort macht, den erzieherischen Wert und auch immer wieder einen Hauch von Abenteuer. Bis zum Ende meiner Dienstzeit bin ich auch in meinem erlernten Beruf geblieben. Nach der Verabschiedung aus dem Militärbereich 1988 /89 wurde dieses allerdings anders. Auf Grund von Stellenmangel wechselte ich das Gewerbe und ging in den Maschinenbau- bzw. Schlosserbereich. Als Betriebsschlosser in der Fleischindustrie angefangen, über die technische Leitung in einem großen Schlacht- und Zerlegebetrieb, bis hin zur Siebelementeherstellung in einem Weltweit operierenden Unternehmen. Es ist eigentlich auch das was mir wirklich Spass macht.

Zur Siebelementeherstellung bin ich aber erst gekommen nachdem ich 2004 nach Baden-Württemberg gezogen bin. Das hatte auch seinen Grund. Nachdem ich schon einige Jahre geschieden war, lernte ich im November 2003 über eine Internetcommunity meine jetzige Frau kennen. Nachdem wir ein paar mal miteinander gechattet haben, kam dann ca. 1 Monat später das erste Telefonat und uns war eigentlich sofort klar, wir wollen uns sehen und kennenlernen. Im Januar 2004 war's dann auch soweit. Es hat sofort gefunkt und seit dem sind wir auch unzertrennlich. Bis Ostern 2004 sind wir im Wechsel immer zwischen Niedersachsen und Baden-Württ. hin und hergependelt, dann habe ich kurzerhand dort Oben alles aufgegeben und bin zu meinem Schatz gezogen. Jeder Tag beweist mir, dass ich das Richtige getan habe. Im September haben wir dann geheiratet. Eine kleine, aber schöne Hochzeit im engsten Kreis. 

Da meine Frau auch Kinder hat, waren unsere Bedenken am Anfang natürlich recht groß. "Wie reagieren Diese? Wie gehen Sie damit um?" Aber Alles in Allem muss ich sagen dass ich gleich akzeptiert wurde und wir bestens miteinander auskommen. Alles im Alltag erledigen wir gemeinsam und wir ergänzen uns perfekt. Ob Haushalt, Freizeit oder andere Dinge. Jeder packt mit an und auf die Art und Weise erreichen wir eine ganze Menge und haben dabei auch noch viel Spass.

In den letzten Jahren habe ich hier im "Ländle" auch einige wertvolle Menschen kennengelernt. Menschen die mir sehr ans Herz gewachsen sind und die unser Leben bereichern. Besonders durch meine Frau habe ich festgestellt und gelernt, dass das Leben so viel schönes zu bieten hat, wobei ich nicht von materiellen Werten spreche. Es sind die alltäglichen Kleinigkeiten, die man allzuleicht als Selbstverständlich abtut oder ganz einfach nicht beachtet.

In Niedersachsen konnte ich zwar Karriere machen und es ist natürlich schon ein tolles Gefühl wenn man in einer gehobenen Position steht und hier und da auch etwas zu sagen hat, aber wenn ich jetzt über Alles nachdenke, so habe ich doch im Endeffekt nichts erreicht. Ich lebte für meine Arbeit und das Leben selbst ging völlig an mir vorbei. Was wirklich wichtig ist hat mein Schatz mir beigebracht. Wir sind füreinander da, verbringen jede freie Minute miteinander und meistern Alles gemeinsam. Ob Familie und Haushalt, oder Alles was sonst zu erledigen ist. Ganz entscheidend ist dabei der Umgang miteinander. Meinungsverschiedenheiten dürfen sein und müssen auch sein, wichtig dabei ist ja nur, dass man einen Kompromiss findet, mit dem alle Beteiligten leben können, auf eine sachliche  und vernünftige Art und Weise. Bisher haben wir das auch gut hinbekommen. Vielleicht auch weil ich davon überzeugt bin dass ich am Ziel einer Reise angekommen bin, ebenso wie mein Schatz! Was füreinander bestimmt ist, das wird sich auch irgendwann finden! Wir machen jede menge Unsinn und lachen viel. Viele verrückte Dinge und spontane Aktionen sind bei uns an der Tagesordnung. Ich hoffe dass sich das nie verliert und dass auch der Respekt voreinander immer bestehen bleibt! Schatzi, ich liebe Dich! 

 

 

 

 

 

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